Hallstätter InstrumentenbauschülerInnen begeistern beim internationalen Bratschenwettbewerb in Paris
Zum zweiten Mal in Folge traten SchülerInnen der Fachschule für Instrumentenbau Hallstatt beim 3. internationalen Instrumentenbauwettbewerb der Philharmonie de Paris an. Dieses Jahr stand der Wettbewerb ganz im Zeichen der Bratsche (Viola). Aufgabe war es, eine berühmte Bratsche aus dem Jahr 1615, die sogenannte Stauffer Viola von Girolamo Amati aus Cremona, originalgetreu nachzubauen.
Die Hallstätter Teilnehmer Stephan Partel (Absolvent 2025), Judith Lusser, Markus Ganser und Benjamin Medicus (4. Klasse) fertigten gemeinsam zwei Bratschen an und reichten diese zur Bewertung ein. Für das Finale reiste eine Schülergruppe nach Paris, um ihre Arbeiten persönlich zu präsentieren.
Insgesamt traten neun Instrumentenbauschulen aus Europa und Mexiko an, ergänzt durch eine Kategorie für Geigenbaumeister. 70 Bratschen aus 25 Nationen wurden von einer internationalen Jury aus Instrumentenbaumeistern und MusikerInnen beurteilt. Unter den Wettbewerbsbeiträgen befanden sich auch Meisterbratschen von Hallstätter Absolventen, darunter Szombath Robin und Hertzsch Florian.
Besonders beeindruckend waren die Blindtests: Hinter einem Vorhang spielten Musiker des Philharmonischen Orchesters die Instrumente, sodass Klangqualität und Spielbarkeit unabhängig vom Aussehen bewertet wurden. Die Sieger in der Schulkategorie (talents de demain) kamen aus Mirecourt, Frankreich; der Preis für die beste Bratsche der Meisterkategorie (talents d’aujourd’hui) ging an einen Geigenbauer aus Hamburg.
Neben dem Wettbewerb selbst standen für die Hallstätter Schüler auch kulturelle Highlights auf dem Programm: der Besuch der Cité de la Musique, abendliche Sightseeing-Touren, der Besuch des 50. Internationalen Viola-Kongressesund die Besichtigung der Geigenbauerstraße Rue de Rome. Ein besonderes Erlebnis war das Gipfeltreffen der Geigenbauschulen, bei dem sich die angehenden InstrumentenbauerInnen mit internationalen KollegInnen und Kuratoren aus Paris und Cremona austauschen und fachlich diskutieren konnten.
Der Wettbewerb bot den Hallstätter SchülerInnen nicht nur die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen, sondern auch wertvolle internationale Kontakte und Inspirationen für ihre weitere Ausbildung.
Info/Fotos: HTL Hallstatt

































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