Europäisches Schützenfest 2024

Europäisches Schützenfest 2024

Mit dem Europäischen Schützentreffen 2024 der Europäischen Gemeinschaft historischer Schützen“ (EGS) stehen nicht nur der landesweite Festverein Europaschützen 2024, sondern auch das Mondseeland und der Tourismus vor einer riesigen logistischen Herausforderung.

Freilich, die Umwegrentabilität für die Region lässt einiges erwarten, wenn 15.000 Schützen aus zwölf Nationen und geschätzte 40- bis 50.000 Besucherinnen und Besucher von 30.8. bis 1.9.2024 das Mondseeland und das Salzkammergut kennenlernen werden.

Das Europäische Schützenfest wird alle drei Jahre an einem anderen Ort abgehalten, 2024 eben in Mondsee. Dabei geht es neben dem Schießen um die europäische Königswürde vor allem um ein Gemeinschaftserlebnis der Schützen aus verschiedenen Ländern. Eingefädelt hat die Veranstaltung der Oberwanger Konsulent Johann Grabner, der auch Generalsekretär der EGS-Region 2 (Europa Mitte/Süd) ist. Die Entscheidung, sich dieser Hausforderung zu stellen, trafen Festverein, Marktgemeinde und Tourismus gemeinsam.

Vielzahl an Herausforderungen
Dass eine Veranstaltung von einer derartigen Größenordnung, wie sie das Mondseeland wahrscheinlich nie gesehen hat, eine mehrjährige organisatorische Vorlaufzeit braucht, bestätigt der Obmann des Festvereins, Robert Schwaighofer aus Tiefgraben. „Für das Festzelt, in dem 10.000 Menschen Platz finden werden, haben wir einen absoluten Profi, den Festwirt der ‚Wiener Wiesn‘, engagiert. Eine weitere Herausforderung ist ein entsprechendes Verkehrskonzept, für das wir bereits mit der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck in Planung sind.“ Aber auch die Unterbringung der Tausenden Gäste ist eine Herkulesaufgabe, die der Tourismusverband stemmen wird. Das Festzelt sollte übrigens links und rechts der Seeallee Platz haben. „Wir haben aber auch die Aufgabe, entsprechende Parkplätze zu schaffen, weil wir mit Hunderten von Wohnmobilen rechnen“, sagt Bürgermeister Josef Wendtner.

Beim traditionellen Schießbewerb mit Kleinkalibergewehr, bei dem jener Schütze zum Schützenkönig gekrönt wird, der den auf einer Holzstange in 16 Metern Höhe montierten Holzvogel zu Fall bringt, waren allerdings zuletzt zwei Damen erfolgreichste Schützinnen. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind dabei so streng, dass an den 24 Schießständen nichts passieren kann“, sagt Robert Schwaighofer.

Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hat Karl Habsburg inne, der mit Sicherheit auch nach Mondsee kommen dürfte. Mit dieser Großveranstaltung sollte das Mondseeland wieder einmal beweisen, was seine Vereine in gemeinsamer Organisation zu leisten imstande sind.

Norbert Blaichinger