Einsatzkräfte trainieren Eisrettung am Irrsee
Irrsee (Salzburg/Oberösterreich) Unter realistischen Bedingungen fand am Sonntag, dem 1. Februar 2026, eine umfangreiche Übung zur Rettung aus Eisflächen am Irrsee statt. Ab 8.00 Uhr trainierten Feuerwehr, Polizei, Taucher und Drohnenteams gemeinsam für den Ernstfall.
Lernen aus vergangenen Einsätzen
Hintergrund der Übung war ein realer Vorfall im Jänner 2026, bei dem zwei Personen nach einem Eisbruch gerettet werden konnten. Um die dabei gewonnenen Erfahrungen weiterzugeben und Abläufe zu optimieren, initiierte Abschnittsausbildungsleiter Daniel Weber gemeinsam mit der Feuerwehr Zell am Moos ein praxisnahes Trainingsprogramm.
Theorie als wichtige Grundlage
Zu Beginn wurden die Teilnehmer in einem Schulungsblock auf die besonderen Gefahren von Eisflächen vorbereitet. Feuerwehrtaucher und Tauchgruppenleiter Jonathan Hansel vermittelte Wissen zu Unterkühlung, Selbstschutz und sicheren Rettungstechniken. Ergänzt wurde die Schulung durch den Bericht eines Polizisten, der an der damaligen Rettung beteiligt war.
Übungseinsatz unter schwierigen Bedingungen
Am See selbst standen verschiedene Rettungsszenarien auf dem Programm. Die Feuerwehrdrohnen lieferten wichtige Übersichtsaufnahmen und unterstützten bei der Absicherung des Bereichs. Witterungseinflüsse wie Nebel, hohe Luftfeuchtigkeit und Minusgrade erschwerten den Flugbetrieb, sodass die Einsätze nur eingeschränkt möglich waren.
Taucher trainieren unter extremen Bedingungen
Nach den Oberflächenübungen verlegerten die Feuerwehrtaucher ihre Ausbildung ins Wasser. Dabei wurde gezielt die Suche nach vermissten Personen unter einer geschlossenen Eisdecke trainiert – ein besonders anspruchsvoller Teil der Eisrettung.
Lob für Engagement und Zusammenarbeit
Nach rund dreieinhalb Stunden konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt waren 72 Einsatzkräfte eingebunden. Abschnittsfeuerwehrkommandant Alexander Neuhauser lobte die professionelle Zusammenarbeit und bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr freiwilliges Engagement.
Beteiligt waren die Feuerwehren aus Zell am Moos, Oberhofen, Guggenberg und Hof, die Feuerwehrtaucher des Stützpunktes 4 sowie die Drohneneinheiten aus Oberhofen, Oberwang und St. Lorenz.
Info: AFK Mondsee / Stoxreiter
Fotos: Stoxreiter / Feichtinger































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