Navi führt Lkw in Notlage – aufwendige Bergung in Bad Ischl
Foto: FF Bad Ischl

Navi führt Lkw in Notlage – aufwendige Bergung in Bad Ischl

Weil er sich auf die Angaben seines Navigationsgeräts verließ, geriet ein Lkw-Lenker aus Belarus am Freitagabend in eine heikle Situation im Gemeindegebiet von Bad Ischl. Der Vorfall löste einen aufwendigen Einsatz der Hauptfeuerwache Bad Ischl aus, der sich über mehrere Stunden hinzog.

Nach ersten Informationen wurde der Fahrer von der B145 zunächst in den Mühlenweg und anschließend weiter in den Brandenbergweg geleitet. Bereits beim dortigen Bahnübergang kam es zu Problemen, dennoch setzte der Mann seine Fahrt fort. Beim Abbiegen geriet der Hängerzug von der Spur ab, konnte jedoch noch über die Gleise hinweg auf die Zufahrt Richtung Brandenberg manövriert werden. Auf der schmalen und steilen Straße war schließlich aufgrund winterlicher Fahrbahnverhältnisse Endstation.

Ein Versuch, das Gespann zurückzusetzen, verschlimmerte die Lage: Der Lastwagen rutschte über den Straßenrand hinaus und blieb hängen. Erst nach der Alarmierung der Feuerwehr konnte mit technischem Gerät geholfen werden. Die Einsatzkräfte sicherten das Fahrzeug mit einer Seilwinde und unterstützten den Lenker dabei, den Lkw wieder auf befestigten Untergrund zu bringen.

Da ein Wenden unmöglich war, musste das Fahrzeug anschließend über eine längere Strecke rückwärts bewegt werden – gesteuert von einem erfahrenen Lkw-Fahrer aus den Reihen der Feuerwehr. Um das Manöver über den Bahnübergang zu ermöglichen, wurden zusätzliche Sicherungsmaßnahmen getroffen. Wegen der Behinderungen im Gleisbereich veranlasste der ebenfalls verständigte Einsatzleiter der ÖBB eine vorübergehende Streckensperre.

Nach mehr als drei Stunden war der Einsatz beendet: Der Fahrer konnte seine Fahrt fortsetzen, während Feuerwehr und Polizei wieder einrückten.

Info/Foto: FF Bad Ischl

Veröffentlicht am 23.02.2026